It was twenty years ago today… Die Unendliche Bibliothek" im Stuttgarter Wilhelmspalais.

Am 19. Juli 1996 brachte Michael Staab Klaus Fehlings Textcollage zur Aufführung

Stuttgarter Nachrichten vom 19(?). Juli 1996 über Die unendliche Bibliothek
Stuttgarter Nachrichten vom 19(?). Juli 1996 über Die unendliche Bibliothek

Jorge Luis Borges‘ gerade einmal zehn Seiten lange Erzählung „Die Bibliothek von Babel“ beschreibt eine unendliche Bibliothek, die alle Bücher des Universums umfaßt; die geschriebenen wie die ungeschriebenen, die sinnvollen wie die sinnlosen. Neben jenem Buch, das der Inbegriff und Auszug aller Bücher ist, steht eines, das nur die Buchstabenfolge :dhcmrlchtdj: enthält, die in irgendeiner Geheimsprache vielleicht einen furchtbaren Sinn ergibt, vielleicht aber auch nicht. Da die Bibliothek total ist, gibt es immer einige Hundertausende unvollkommener Faksimiles von Werken, die nur in einem Buchstaben oder Komma voneinander abweichen.

In diesem „Universum, das andere die Bibliothek nennen“ versuchen Bibliothekare eine Ordnung zu entdecken. Sie verbringen ihr Leben auf der Suche nach einem einzigen Buch. Versuche, die Bibliothek zu zerstören, scheiterten immer wieder an der unendlichen Fülle der Bände.

Borges vermutet die Menschheit im Aussterben begriffen. Was fortdauern wird, ist die Bibliothek: Erleuchtet, einsam, unendlich, vollkommen, unbeweglich, überflüssig, unverweslich, geheim.

‚Die unendliche Bibliothek‘ verknüpft Borges‘ Visionen mit anderen Texten zum Thema. Von Umberto Eco bis zu den Regeln der alphabetische Katalogisierung, viele Einzelteile ergeben neu zusammengesetzt auch nur einen einzigen zufälligen Band in der unendlichen Bibliothek. Der Unendlichkeit ist mit Systematik nicht beizukommen.

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