Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Parallelwelten (8)

 

Seit mehr als zehn Jahren öffnen der Maler und Schriftsteller MICHAEL HUTTER und der Theaterautor KLAUS FEHLING in unregelmäßigen Abständen ihre Nähkästchen und berichten mit ihren „Parallelwelten“ Leserevuen von ihren Reisen in Abgründe, Hinterzimmer und seltsame Welten. In der nun schon achten Ausgabe ihrer Expeditionsberichte haben sie dieses mal den jungen Schriftsteller und Musiker LEONARD PRANDINI an ihrer Seite.

PARALLELWELTEN (8)

im Rahmen der Ausstellung „Kunstkrake sells out“
mit MICHAEL HUTTER (kunstkrake.de), KLAUS FEHLING (luftschiff.org) und LEONARD PRANDINI

am Sonntag, 7. Mai 2017
um 19 Uhr

im Projektraum Bayenthal
Goldsteinstrasse 112
50968 Köln

Eintritt: 5,- € / 3,- €

Eintrittskarten kaufen

Dokumentation der vergangenen „Parallelwelten“ im Luftschiff-Archiv

 

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

Unsichtbar – Unbewegt – Unbeirrt ins Jahr 2017

Bevor mit dem endlich abklingenden Silvesterschnupfen auch die Eindrücke und Erkenntnisse aus dem zurückliegenden Jahr 2016 aus dem Rückspiegel verschwunden sein werden, ist gerade noch Zeit für einen Blick auf das, was war und was wird.

„Finde heraus, was Du nicht kannst – und dann lass es sein!“ steht oder stand (sinngemäß) auf einer Postkarte im Bücherregal eines guten Freundes. Das ist sicher ein weiser Ratschlag, den wir in den vergangenen Monaten auch an Bord des Luftschiffs mehr als einmal unterschreiben konnten. Deshalb möchte die Luftschiffcrew und allen voran der Kapitän an dieser Stelle ausdücklich all unseren Freunden für ihre Unterstützung, ihren Mut und ihre Zuverlässigkiet danken. Mit Eurer Hilfe konnten wir auch diese Turbulenzen überstehen und die Reise unbeirrt und mit (Un-)angepasstem Kurs fortsetzen.

UNSICHTBAR
Wie lebt man mit einer (unsichtbaren) Behinderung in einer Großstadt wie Köln? Das StadtRevue Kölnmagazin gibt uns in seiner kommenden Februarausgabe die Möglichkeit, dieser Frage auf mehreren Seiten im Rahmen einer Titelgeschichte nachzugehen. Das Heft erscheint in Kürze und ist u.a. hier erhältlich:
http://stadtrevue.de/

Klaus Fehling und Ingrid Schindler haben – mit freundlicher Unterstützung der Theaterakademie Köln – im Sommer 2016 einen ersten Workshop zum Thema „Öffentliches Auftreten mit unsichtbarem Handicap“ durchgeführt, der auch 2017 wieder stattfinden soll. Ort und Termin werden rechtzeitig bekannt gegeben.

DIE MUSIK VOM LETZTEN JAHR
Im Februar erschien die CD „Griesgramgrüße aus dem Gartencafé“ von Bastian Wadenpohl, die wir im Auftrag des Düsseldorfer RETAP-Verlags im B-Inspired Studio von Brigitte Angerhausen produziert hatten. Zuvor hatten wir mit unserem neuen Label Flaggschiff-Fabrik die Verlegerin Eva Röthel bei der Übernahme, Neuausrichtung, Programmfindung und Außendarstellung des RETAP-Verlages als Berater begleitet und u.a. den viel beachteten Auftritt des Unternehmens auf der Frankfurter Buchmesse geplant und erfolgreich durchgeführt. Mit dem Erscheinen des Wadenpohl-Albums endete die Zusammenarbeit mit dem RETAP-Verlag.

DIE MUSIK DES NEUEN JAHRES
Nachdem das als Bühnen-Abschiedsparty einer notorischen Rampensau geplante Konzert „Endlich Aufhören“ von Klaus Fehling im November 2014 wegen parkinsonbedingter Unbeweglichkeit abgesagt werden musste, sind im Laufe des vergangenen Jahres 11 Lieder über Stillstand und Aufbruch entstanden, die in diesem Jahr als Konzept-Album „Unbewegt“ erscheinen werden. Die Titel „Bring mich vom Weg ab“ und „Meistens kann ich fliegen“ sind schon jetzt in allen bekannten Runterläden (iTunes, Spotify, Amazon, etc.) erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die letzten „Feinschliff“-Arbeiten an der geplanten CD-Edition, mit der ein lange gehegter Traum zur Wahrheit wird. Unser Dank geht in diesem Zusammenhang an die bisherigen Spender und tatkräftigen Unterstützer, sowie die Toningenieurin Brigitte Angerhausen und die Produzentin Ingrid Schindler.

Es gibt also schon jetzt einiges, worauf wir uns im Jahr 2017 freuen können. Das Flaggschiff dampft voran und das Luftschiff hält den Kurs – und aus diesem grüßt

Die Crew

Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

It was twenty years ago today… Die Unendliche Bibliothek" im Stuttgarter Wilhelmspalais.

Am 19. Juli 1996 brachte Michael Staab Klaus Fehlings Textcollage zur Aufführung

Stuttgarter Nachrichten vom 19(?). Juli 1996 über Die unendliche Bibliothek
Stuttgarter Nachrichten vom 19(?). Juli 1996 über Die unendliche Bibliothek

Jorge Luis Borges‘ gerade einmal zehn Seiten lange Erzählung „Die Bibliothek von Babel“ beschreibt eine unendliche Bibliothek, die alle Bücher des Universums umfaßt; die geschriebenen wie die ungeschriebenen, die sinnvollen wie die sinnlosen. Neben jenem Buch, das der Inbegriff und Auszug aller Bücher ist, steht eines, das nur die Buchstabenfolge :dhcmrlchtdj: enthält, die in irgendeiner Geheimsprache vielleicht einen furchtbaren Sinn ergibt, vielleicht aber auch nicht. Da die Bibliothek total ist, gibt es immer einige Hundertausende unvollkommener Faksimiles von Werken, die nur in einem Buchstaben oder Komma voneinander abweichen.

In diesem „Universum, das andere die Bibliothek nennen“ versuchen Bibliothekare eine Ordnung zu entdecken. Sie verbringen ihr Leben auf der Suche nach einem einzigen Buch. Versuche, die Bibliothek zu zerstören, scheiterten immer wieder an der unendlichen Fülle der Bände.

Borges vermutet die Menschheit im Aussterben begriffen. Was fortdauern wird, ist die Bibliothek: Erleuchtet, einsam, unendlich, vollkommen, unbeweglich, überflüssig, unverweslich, geheim.

‚Die unendliche Bibliothek‘ verknüpft Borges‘ Visionen mit anderen Texten zum Thema. Von Umberto Eco bis zu den Regeln der alphabetische Katalogisierung, viele Einzelteile ergeben neu zusammengesetzt auch nur einen einzigen zufälligen Band in der unendlichen Bibliothek. Der Unendlichkeit ist mit Systematik nicht beizukommen.